Es wird noch Veranstaltungen zu folgenden Themen geben:

„Warum liegt hier eigentlich Stroh rum?“
„Die Antwort auf schlechte Pornos sind nicht keine Pornos, sondern bessere Pornos!“

von diss_ queerfeministische Gruppe aus Hamburg
Montag 10.9.12, 19:00,
Plan B Keller (Hafenstrasse 116 links neben der VoKü, Zugang über den Garten, wird ausgeschildert sein, ein barrierefreier Zugang über die Bernhard-Nocht-Straße ist möglich!)

Auf dieses Zitat von Annie Sprinkle Bezug nehmend, wollen wir in unserem Workshop mit euch eine Alternative zu (hetero-)sexistischem Mainstream-Porno entwickeln. Denn jenseits von repressiven Normen reproduzierenden Pornos muss es doch eine Alternative geben! Porno? Das kann geil, lustvoll, erotisch und erregend sein! Doch wie muss ein Porno gestaltet werden, dass er nicht diskriminierend, sexistisch, rassistisch ist und stereotype Klischees erfüllt? Wo liegen die emanzipatorischen Möglichkeiten dieses Mediums? Was für Kriterien müssen entwickelt und bedacht werden? Und überhaupt: Ist Porno mit queerfeministischen Theorien vereinbar? PorYES – PorNO? … Diese und viele weitere Fragen wollen wir – meist theoretisch, teils auch ganz bildhaft-praktisch – aus einer sex-positiven Perspektive mit euch diskutieren.

Da es in unserem Workshop vornehmlich um das Thema Sex und seine explizite Darstellung geht, besteht eine Triggergefahr. Bitte seid euch bei der Teilnahme dessen bewusst, achtet auf euch und einander.

*all gender welcome*

Workshop „Antisemitismus und Geschlecht“

Dienstag 11.9.12, 19:00 Uhr, T-Stube

In dem Workshop wollen wir gemeinsam dem deutschen bürgerlichen Subjekt und seiner Konstitution auf die Schliche kommen, um damit auch in
aktuellen Bezügen ein Verständnis für die Verwobenheit von Antisemitismus und Heterosexismus zu erhalten. Ausgehend von den großen Umbrüchen des 19. Jahrhunderts als entscheidendem Referenzpunkt, wollen wir aufzeigen, wie durch Projektion von als bedrohlich, konflikthaft
oder abstrakten Züge der sich durchsetzenden kapitalistischen Gesellschaft auf die Juden* und die Frauen* als Andere sich das bürgerliche Subjekt erstellt.
Im Workshop geht es um die historische Entwicklung von antisemitischen Vorstellungen und ihren Verschränkungen mit der Herausschälung der
Geschlechterverhältnisse. Nach Inputreferaten wollen wir an alten wie auch aktuellen Quellen schauen, wie es um die Aktualität dieser Erkenntnisse bestellt ist.

Offen für alle, Inputreferate und danach eine Workshopphase für alle die mögen (Bildanalysen und Diskussionen). Vorwissen immer toll, aber nicht
erforderlich.

*: hier als Ressentiment-Figur verstanden


„Intersex-Genitalverstümmelungen in Hamburg – Geschichte und Gegenwart“

Donnerstag 13.09.2012, 19:00 Uhr: INFOABEND im Kulturkursraum der Uni / VMP5
Vortrag & Diskussion mit Markus Bauer (Zwischengeschlecht.org) – Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker” Eingang AStA Trakt)

Historisch waren die Universität Hamburg und und ihre Kinderklinken das 2. wichtigste Zentrum in Europa zur Durchsetzung der systematischen Genitalverstümmelungen an Intersex-Kindern, und in Sachen kosmetische Klitorisamputationen das wohl unbeirrbarste. Heute noch werden in mindestes 5 Hamburger Kliniken medizinisch nicht notwendige „Genitalkorrekturen“ an Kindern durchgeführt. Aktuell versammeln sich in Hamburg zum Kongress „DGKJ 2012“ zwei der hauptsächlich verantwortlichen Mediziner-Standesorganisationen.

Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org, bestehend aus Betroffenen und solidarischen Nicht-Zwittern und kämpft seit 5 Jahren gegen kosmetische Genitaloperationen in Kinderkliniken.


Mehrfachpositionierungen im Kontext von rassistischen und sexistischen Strukturen

Samstag, 15. September 2012, 11-16 Uhr, im Curio Haus, Rothenbaumchaussee 15
Die Veranstaltung richtet sich nur an FLTI* of Color / Schwarze FLTI* / FLTI* mit Migrationsgeschichte.

Rassismus, (Hetero-)Sexismus und Transphobie sind in Deutschland gesellschaftliche ‚Normalität‘ und gehören zur Lebenswelt und Alltagserfahrung von FLTI* of Color / Schwarze FLTI* / FLTI* mit Migrationsgeschichte. Als gesellschaftliche Machtverhältnisse bewirken Rassismus und Sexismus Benachteiligung, Ausgrenzung und Gewalt. Sie bestimmen das Wissen und die Bilder über markierte Menschen und legen damit auch fest auf welche Weise wir uns selbst und einander wahrnehmen.
Sowohl in heteronormativ geprägten Gruppen als auch in von Mitgliedern der Mehrheitsgesellschaft dominierten feministischen Zusammenhängen werden häufig die Thematisierung diese Mehrfachpositionierungen und Erfahrungswelten ausgeblendet oder reflexartig abgelehnt.

Vor diesem Hintergrund richtet sich dieser Workshop ausschließlich an Personen mit eigenen Rassismus- und Sexismuserfahrungen. D.h. an Menschen, die in Deutschland aufgrund ihrer vermeintlichen oder tatsächlichen Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer ethnischen und/oder religiösen Zugehörigkeit oder ihrer Sprache mit Rassismus und aufgrund ihres Geschlechts und/oder sexuellen Orientierung mit (Hetero-)Sexismus und Transphobie konfrontiert sind.

Ziel des Workshops ist es, kollektiv einem Raum zu gestalten, in dem es möglich wird, die verschieden erlebten und erfahrenen (Mehrfach-) Diskriminierungen zur Sprache zu bringen.
Im Verständnis einer subjektorientierten politischen Bildungsarbeit werden wir, mit Lust und Bewegung, uns unser Wissen, unsere Potenziale und unsere Handlungsstrategien bewusst machen, im Gruppenprozess reflektieren und erweitern.
In diesem Sinne können Handlungsspielräume und Alternativen für individuelle und kollektive Politisierung und Stärkung sichtbar gemacht werden.

Leitung: Nissar Gardi (Karano, GEW)
Maximal 18 Teilnehmende möglich. Um Anmeldung unter Workshop-RS@gmx.de wird gebeten.
FLTI* steht für FrauenLesbenTransIntersex Personen
Der Zugang zum Raum ist barrierefrei.

Folgende Veranstaltung sind schon gelaufen:

Workshop zu Schönheitsidealen

Dienstag und Mittwoch 4.+ 5.9.12 , jeweils 10-18 Uhr, HfBK Hamburg (Lerchenfeld 2 )

Was ist Schönheit und was nicht? Welche Vorstellungen und Normen gibt es in unserer Gesellschaft? Wer legt sie fest? Was bedeutet es für Personen ihnen besonders oder gar nicht zu entsprechen?
Im Workshop geht es um eine kritische Auseinandersetzung mit dieser Thematik um dann unseren Gedanken, Gefühlen und Bedürfnissen einen künstlerischen Ausdruck zu verleihen.
Wir wollen unter anderem gemeinsam Dinge entwickeln, die wir mit auf die am 8.9.12 stattfindene Demo nehmen kommen, um auch hier unseren Protest kreativ zum Ausdruck zu bringen.

Maximal 10 Teilnehmende möglich, um Anmeldung unter enterthegap2012@gmail.com wird gebeten. Ein barrierefreier Zugang zum Raum lässt sich organisieren, bitte bei der Anmeldung Bescheid geben.

Intersektionalität?! + „check your privilege“

Dienstag 4.9.12, 16:00, T-Stube (Pferdestall) Allende Platz 1

Intersektionalität scheint das neue Paradigma überhaupt zu sein: Kategorien hier, Kreuzungspunkte da und wir mittendrin. Aber was genau ist das eigentlich? Dieser Frage möchten wir am 4.9.12 gleich doppelt nachgehen. Von ca. 16.00 bis 17.00 gibt es einen spielerischen Einstieg in die Thematik: In unserem Spiel ‚check your privilege‘ möchten wir einmal sichtbar machen, wie Differenzlinien und zugeschriebene Wertigkeiten das Leben von Menschen prägen, um uns dann ab ca 17.00 der Theorie dahinter zu widmen: In einem Vortrag vom enter_the_gap! Bündnis mit anschließender Zeit für Diskussionen wird es darum gehen, was ein Privileg überhaupt ist, wo es herkommt und vor allem, was passiert, wenn es nicht da ist. Der Fokus ist dabei gelegt auf den intersektionalen Grundgedanken und die politischen Kämpfe, die zu dessen Entstehung geführt haben. Eine weitere Verdeutlichung dieses Modells soll an den Beispielkategorien ‚Geschlecht‘ und ‚Behinderung‘ stattfinden.
Beide Veranstaltungen (Spiel und Vortrag) können unabhängig voneinander besucht werden!

Kein Frieden mit dem alltäglichen Kriegszustand! – Sexualisierte Gewalt im / als Krieg

von amiga – antimilitaristische FrauenLesbengruppe
Dienstag 4.9.12, 19:30 Uhr, Centro Sociale

Was macht Kriege möglich? Unsere These: Der patriarchale Alltag ist die Grundlage für ein Kriegssystem. Wir wollen diskutieren, wie verschiedene feministische Ansätze zusammen kommen können und wie wir uns eine feministische Utopie vorstellen.


Bilder von Sexarbeiter_Innen

Workshop von Lilien, Hure und Sexworkaktivistin aus Berlin
Mittwoch 5.9.12, 15:00 Uhr im LIZ (Karolinenstr. 21/ Hinterhaus)

Sexarbeit ist ein Begriff, der mit unterschiedlichsten Bildern verbunden wird. Was denkst Du über Sexarbeit. Wie hast Du Dir Deine Meinung gebildet? Wie sieht Deine Auseinandersetzung mit dieser Arbeit aus? Was ist Sexarbeit? Wer macht Sexarbeit? Wie sind die Arbeitsbedingungen von Sexarbeiter_Innen in Deutschland und anderswo? Was denkst Du über Sexarbeit?

Es gibt unterschiedliche Erfahrungen mit Sexarbeit. Der persönliche Bezug zu dieser Arbeit ist so unterschiedlich wie in anderen Jobs auch. Sex ist ein gesellschaftliches Tabuthema und es gibt unterschiedliche Auffassungen von Sexarbeit. Ein Großteil der Freier(_Innen?) ist männlich. Wie ist deren Verhältnis zu Geschlecht und Sexualität?

Falls Ihr Interesse an diesem Thema habt, oder in der Sexarbeit tätig werden wollt, ist der Workshop ein Raum in dem Ihr Eure Fragen loswerden könnt. Wenn Du dich ausserhalb der stigmatisierenden Stereotypen über Sexarbeit aufhälst und die Möglichkeit suchst, sich mit diesem Thema auseinandersetzen bist du herzlichst willkommen!

Bitte per Mail anmelden!

Hafenrundfahrt „Frauenarbeit im Hafen und auf See”

von der Hafengruppe Hamburg
Mittwoch 5.9.12, 18:00 Uhr, ab Anleger Vorsetzen/ U-Bahn Baumwall (Ausgang Überseebrücke)

Auch die Frauenarbeit spielt in der Geschichte des Hafens eine wichtige Rolle:

Kaffeeverleserinnen in der Speicherstadt und Arbeiterinnen aus Polen in der Reiherstieger Wollkämmerei streiken für ihre Rechte. Und zum selben Zeitpunkt erlebt der Mädchenhandel am Amerikahöft in den Auswandererbaracken einen schwunghaften Anstieg: So geschehen in Hamburg an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Diese Arbeitsplätze gibt es heute nicht mehr. Im Verband Frauen zur See sind viele Seefrauen organisiert: ehemalige Fischwerkerinnen der DDR-Flotte, Kapitäninnen, Ingenieurinnen, Frauen, die im Service arbeiten …

Am Beispiel der Ölmühle erfahren Sie etwas über den Zusammenhang zwischen IWF-Auflagen und Migrantinnen in der Sexarbeit sowie in anderen Dienstleistungsbereichen.

Die Rundfahrt dauert 1 ½ Stunden
Preis pro Person 10 €, ermäßigt 8 €
Buchung für Gruppen unter 040/18 98 67 58 oder per Mail unter hafengruppe@hamburg.de
Preis pro Person 10 €, ermäßigt 8 €
pro Fahrt jedoch mindestens 260 € (Mo.-Fr.) oder 310 € (WE).

Definitionssache?! Ein Workshop zu Definitionsmacht und dem „Yes means Yes“-Konzept

Donnerstag 06.09.2012, 16.00-19.00
Plan B Keller (Hafenstrasse 116 links neben der VoKü, Zugang über den Garten, wird ausgeschildert sein, ein barrierefreier Zugang über die Bernhard-Nocht-Straße ist möglich!)

In dem Workshop soll es darum gehen, was Definitionsmacht ist, welchen Zweck diese erfüllt und wie diese im eigenen Leben auftaucht und umgesetzt werden kann. Außerdem soll es darum gehen, mit der Vorstellung des „Yes means Yes“-Konzepts einen positiven, auf Konsens bedachten Weg zur Sexualität aufzuzeigen und zu überlegen, wie dieses praktischen Einzug in das eigene Leben finden kann.
Der Workshop ist offen für alle gender außer Cis-Männer und kann ohne Anmeldung besucht werden.


Sexarbeit aus feministischer Perspektive – passt das?

von Recht auf Straße
Donnerstag 6.9.12, 19:00 Uhr im LIZ (Karolinenstr. 21/ Hinterhaus)

Wie kann ich als (Pro-)Feminist_in solidarisch mit Sexarbeiter_innen sein? Noch dazu als Linksradikale_r? Ist Prostitution nicht einfach Ausdruck
des Patriarchats und gehört abgeschafft? Sind Sexarbeiter_innen nicht alle hilfebedürftige Opfer der Verhältnisse? Und wie bekommen wir den Warencharakter von Sexarbeit mit unseren antikapitalistischen Forderungen unter einen Hut? Und was ist mit der Zuhälterei? Ist Sexarbeit nicht einfach für die sexuellen Bedürfnisse von Männern da und reproduziert damit ein Dominanzverhältnis, das wir ganz klar ablehnen? Sind Sexarbeit und Ehe nicht irgendwie sehr ähnlich – also auch historich gesehen? Und wieso wird ein Unterschied gemacht zwischen „Körper verkaufen“ und „Dienstleistung anbieten“? Und wie ist das mit der sexuellen Selbstbestimmung? Und überhaupt – wie soll das denn alles zusammen passen???
Wir wollen gemeinsam diese und all die anderen Fragen anhand Inputs und Beispielen diskutieren – vielleicht auch beantworten – und uns mit allen
Brüchen und Widersprüchen einer feministischen Perspektive auf Sexarbeit annähern.
*all genders welcome*

Lesung „Begegnungen auf der Trans*fläche“

mit Autor_innen aus dem Herausgeber_innenkollektiv sternchen & steine
Freitag 7.9.12 ,19.00 Uhr
Plan B Keller (Hafenstrasse 116 links neben der VoKü, Zugang über den Garten, wird ausgeschildert sein, ein barrierefreier Zugang über die Bernhard-Nocht-Straße ist möglich!)

Vielschichtige Kurzgeschichten und Zeichnungen erzählen von den Absurditäten des Trans*alltags. Aus der Sicht von autonomen/anarchistischen/queer-feministischen trans*Leuten und ihrem Umfeld. Ein Buch mit Geschichten und Bildern, über die auch mal herzhaft und befreiend gelacht werden kann – auch wenn den Protagonist_innen in manchen Situaltionen vielleicht gar nicht so zum Lachen war.

Wenn ihr Schlafplätze benötigt, schreibt uns bitte eine Mail an: enterthegap2012@gmail.com
Gebt bitte auch an, für wieviele Personen ihr sucht, ob ihr irgendwelche Allergien habt (z.b. gegen Katzenhaare), rauchend/nicht rauchend, ob ihr ein Zimmer für euch alleine wollt oder ob ihr auch auf‘m WG-Sofa pennt usw.

Zeitplan als .PDF